BayBG investiert 37,8 Mio. Euro in mittelständische Unternehmen und Startups in Bayern


Schwieriges Marktumfeld prägt Geschäftsjahr 2024/25

München, 17. April 2026. Das Geschäftsjahr 2024/2025 war in hohem Maße von den geopolitischen Risiken sowie den schwierigen wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland geprägt. Angesichts des herausfordernden Marktumfelds konnte dennoch ein insgesamt solides Neugeschäft in Höhe von 37,8 Mio. Euro erreicht werden (VJ.: 45 Mio. Euro). Exits in Höhe von 8,5 Mio. Euro und nahezu planmäßige Rückzahlungen von 20,6 Mio. Euro führten am Stichtag 30.09.2025 zu einem Beteiligungsbestand in Höhe von 364 Mio. Euro (VJ.: 382,4 Mio. Euro).

„Die weiterhin schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Bayern sowie die ausgeprägte Investitionszurückhaltung insbesondere mittelständischer Unternehmen haben das Neugeschäft spürbar gedämpft. Vor diesem Hintergrund haben wir ein solides Ergebnis erzielt, auch wenn wir uns alle eine dynamischere Entwicklung gewünscht hätten“, erklärt BayBG Geschäftsführer Peter Pauli.

Die Investitionszurückhaltung zeigt sich deutlich im traditionell stärksten Geschäftsbereich Mittelstand/Wachstum: Hier sanken die Investments von 22 Mio. Euro im Vorjahr auf rund 12,8 Mio. Euro. Die mittelständische Wirtschaft steht aktuell nicht nur vor konjunkturellen, sondern in vielen Branchen auch vor strukturellen Herausforderungen. Infolge der Krisenjahre ist die Liquiditäts- und Ertragslage vielfach angespannt, die Resilienz vieler Unternehmen hat gelitten.

In den weiteren Geschäftsbereichen entwickelte sich das Neugeschäft stabiler: Bei Unternehmensnachfolgen sowie in den Bereichen Venture Capital und Turnaround bewegten sich die Investitionen insgesamt nahe am geplanten Niveau. Die Nachfrage nach Beteiligungslösungen blieb hier konstant, auch wenn das Gesamtvolumen leicht rückläufig war.

Der Bereich Unternehmensnachfolge investierte 9 Mio. Euro (VJ.: 10,2 Mio. Euro) und im Bereich Venture Capital wurden Investments in Höhe von 7,4 Mio. Euro in „Bavaria’s best startups“ realisiert (VJ.: 7,6 Mio. Euro). Der Spezialbereich Turnaround investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,5 Mio. Euro in Unternehmen in Sondersituationen, in kleine und junge Unternehmen und Existenzgründer (KJU/EXIS) wurden 2,1 Mio. Euro investiert.

„Die Beteiligungsanlässe haben sich spürbar verschoben. Wachstumsfinanzierungen spielten eine eher untergeordnete Rolle. Bei Beteiligungen an Unternehmensnachfolgen und auch im Venture Capital-Segment sehen wir im Moment eine erfreuliche Nachfrage und immer wieder auch interessante Investmentopportunitäten“, sagt Geschäftsführer Peter Herreiner. „Insgesamt spiegeln unsere Investments damit die aktuelle Lage wider: weniger expansive Wachstumsschritte, mehr Sondersituationen und Nachfolgen und darüber hinaus durchaus Dynamik bei Startups bzw. im VC-Segment.“

Gleichzeitig stellte das Marktumfeld erhöhte Anforderungen an das Beteiligungsmanagement. „Im abgelaufenen Geschäftsjahr hätten wir uns auf der Ausfallseite eine bessere Entwicklung gewünscht“, erklärt Pauli. „Gerade im aktuellen Stimmungs- und Finanzierungsumfeld fällt es aber selbst Unternehmen mit grundsätzlich tragfähigem Geschäftsmodell schwer, Krisensituationen zu bewältigen und notwendige Transformationsprozesse umzusetzen.“ Die Folge sei eine steigende Zahl an Insolvenzen, die in diesem Ausmaß – auch vor dem Hintergrund notwendiger struktureller Anpassungen – nicht zu erwarten gewesen wäre.

Mit Neuinvestments in Höhe von 37,8 Mio. Euro blieb die BayBG unter der Planung für das Geschäftsjahr 2024/25. „Wir hätten durchaus mehr Neugeschäft realisieren können“, betont Peter Herreiner, Geschäftsführer der BayBG. „Gleichzeitig halten wir bewusst an unseren hohen Qualitäts- und Risikostandards fest. Das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres nachhaltigen Geschäftsansatzes.“

Auch im Risikobereich zeigt sich die grundsätzliche Stabilität der BayBG: „Zwar lagen die Ausfälle im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich höher, der Durchschnitt über die vergangenen fünf Krisenjahre bewegt sich jedoch weiterhin auf einem normalen Niveau“, so Pauli. „Das zeigt, dass unser Risiko- und Krisenmanagement grundsätzlich trägt – auch in einem aktuell sehr herausfordernden Umfeld.“

Mit Blick nach vorne bleibt die Einschätzung vorsichtig, aber zuversichtlich: „Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland und Bayern ist nach wie vor wenig ausgeprägt. Gleichzeitig sind wir weiterhin überzeugt, dass der Standort wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen kann“, so Pauli weiter. „Gerade im aktuellen Umfeld gewinnt Eigenkapital als Finanzierungsbaustein an Bedeutung.“

„Unser Geschäftsmodell ist darauf ausgelegt, Unternehmen auch in schwierigen Phasen zu begleiten“, erklärt BayBG Geschäftsführer Peter Herreiner. „Mit unseren Beteiligungslösungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Mittelstands – und schaffen die Grundlage dafür, dass Unternehmen künftige Wachstumschancen nutzen können.“

Über die BayBG

Die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH investiert seit 1972 in mittelständische Unternehmen und Startups in Bayern und zählt mit einem Beteiligungsvolumen von mehr als 364 Mio. Euro zu den führenden Beteiligungskapitalgebern Deutschlands. In den vergangenen 50 Jahren hat die BayBG mehr als 4.000 Unternehmen finanziert, in Wachstumsphasen begleitet, bei der Unternehmensnachfolge mitgewirkt, oder in Sondersituationen unterstützt.

Mehr Informationen unter https://www.baybg.de/.

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BayBG
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