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Die Resilienz von Wirtschaft und Finanzmärkten steht im Jahr 2026 erneut auf den Prüfstand
Welche Faktoren die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2026 maßgeblich beeinflussen, erläuterte Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB, beim Jahresauftakt der BayBG in München.
Die Weltwirtschaft dürfte sich auch im kommenden Jahr nur verhalten entwickeln. Die US-Zollpolitik sowie anhaltende geopolitische Entwicklungen wirken weiterhin dämpfend auf die globale Konjunktur. In Europa stützen staatliche Fiskalprogramme zwar kurzfristig das Wachstum, zugleich führen sie jedoch zu weiter steigenden Schuldenständen. Damit nehmen auch die Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte zu.
Ein vergleichsweise positiver Ausblick ergibt sich für Deutschland: Nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 eine erneute Rezession mit einem Wachstum von +0,2 Prozent knapp vermeiden konnte, wird für 2026 ein BIP-Wachstum von rund +1 Prozent prognostiziert. Damit ist Deutschland nicht länger der „Bremsklotz“ im Euroraum.
Besonders spannend: Neben den bekannten vier strukturellen „D’s“ – demografischer Wandel, Digitalisierung, Dekarbonisierung und Deglobalisierung – misst Michels zwei weiteren Faktoren erheblichen Einfluss auf die mittelfristige Entwicklung bei: Defence (Verteidigung) und Debt (Verschuldung).
Während steigende Verteidigungsausgaben vor allem für Wachstumsimpulse sorgen, etwa durch höhere Sicherheitsausgaben einschließlich Investitionen in traditionelle Verteidigung, Cybersicherheit und Weltraum sowie den Aufbau zusätzlicher Produktionsanlagen, engt die steigende Verschuldung den fiskalpolitischen Spielraum ein und lässt das Risiko einer neuen Finanzkrise ansteigen
Weitere Einschätzungen und Analysen von Jürgen Michels finden Sie auf der Research-Seite der BayernLB.
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